Die Rasse Schäferhund

Der Deutsche Schäferhund rangiert weltweit in der Beliebtheitsskala aller Rassehunde unangefochten auf einem Spitzenplatz. Seit 1899 wird die Rasse planmäßig gezüchtet.

Aus der Idee des Gründers des Vereins für Deutsche Schäferhunde, Max von Stephanitz, einen leistungsfähigen, sicheren und ausgeglichenen Hund zu entwickeln, ist ein internationales Erfolgsrezept auf vier Pfoten geworden.

Während eines Manövers beobachtete er begeistert die Arbeit eines Hundes an einer Schafherde. Beeindruckend war für ihn, wie die Schäfer den Hund durch Zuruf und Zeichen dirigieren konnten. Hier liegen die Wurzeln des Entschlusses, den Deutschen Schäferhund zu züchten. Er begann, sich unter den vorhandenen Landschlägen umzusehen. Am 15. Januar 1898 kaufte er den 3-jährigen Rüden Hektor Linksrhein vom Frankfurter Schäfer und Züchter Friedrich Sparwasser. Von Stephanitz gab dem Rüden den Namen Horand von Grafrath; dieser und sein Bruder Luchs Sparwasser wurden zu den Stammvätern aller Deutschen Schäferhunde.Max Emil Friedrich von Stephanitz

Ursprungsland

Deutschland
FCI-Standard-Nr. 166/23.03.2010/D
Rassestandard Deutscher Schäferhund

Verbreitung

Der Deutsche Schäferhund ist weltweit mit Schwerpunkt im Mutterland der Rasse, Deutschland, verbreitet. In der Weltunion der Vereine für Deutsche Schäferhunde (WUSV) sind über 78 Mitgliedsländer aller Kontinente organisiert.

Zuchtbucheintragungen

Etwa 10.000 pro Jahr. Insgesamt über 2 Millionen Zuchtbucheintragungen. Zurzeit leben in Deutschland 250.000 Deutsche Schäferhunde.

Fellfarbe

Schwarz mit rotbraunen, braunen, gelben bis hellgelben Abzeichen. Schwarz und grau einfarbig.

Heutiger Einsatz des Schäferhundes

Sport- und Familienhund, Dienst- und Schutzhund, Rettungs- und Therapiehund, Blindenführhund, Hütehund.

Erziehung

Die Erziehung eines Deutschen Schäferhundes ist absolut notwendig. Konsequenz, Geduld und Verständnis sind Grundvoraussetzungen für den Erfolg. Sehr lernfähige Gebrauchshundrasse.

Wesen

Der Deutsche Schäferhund ist sicher und selbstbewusst, robust, unbefangen, aufmerksam, physisch und psychisch hoch belastbar.

Verträglichkeit

Gutes und sicheres Sozialverhalten, verträgt sich nach entsprechender Sozialisation sehr gut mit Menschen und Tieren im Familienumfeld.

Fütterung und Pflege

Fütterung entsprechend Aktivität und Aufgaben mit hochwertigem Fertigfutter. Regelmäßige Fellpflege, Entwurmung und Impfung.

Bewegung

Der Deutsche Schäferhund ist ein sehr aktiver Hund, der regelmäßige Bewegung (Spaziergänge, Schwimmen, Radfahren, Joggen, Hundesport) aber auch geistige Beschäftigung zu einem ausgeglichenen Wesen braucht.

Gesundheit

HD-Bekämpfung durch Zuchtwertschätzung und Kontrolle im SV. Lebenserwartung zehn bis zwölf Jahre.

Größe und Gewicht

Rüden: 60 bis 65 Zentimeter, ca. 30 bis 40 Kilo.

Hündinnen 55 bis 60 Zentimeter, ca. 22 bis 32 Kilo.

Ein treuer Begleiter fürs Leben

Wer Hunde liebt und sich zutraut, einen Hund konsequent, aber hundegerecht zu erziehen, der wird in dem Deutschen Schäferhund einen treuen Begleiter und zuverlässigen Partner finden – und das ein ganzes Hundeleben lang. Er ist ein Gefährte, der sich für das Zusammenleben mit dem Menschen ideal eignet. Für viele sind Deutsche Schäferhunde die besten Freunde des Menschen und daher natürlich ein fester Bestandteil des Alltags: Die aufgeschlossenen Vierbeiner sind Spielgefährten, Familienmitglieder und lebende Medizin gerade für ältere, allein stehende Menschen. Und besonders für aktive Menschen, die gerne an der frischen Luft sind oder Sport treiben, sind Deutsche Schäferhunde die perfekte Hundewahl. Damit aus dem Vierbeiner ein treuer Begleiter im Alltag und Familienhund wird, sind Erziehung und Ausbildung sehr wichtig.